Karneval am 26. Februar 2011

Wenn Käpt’n Blaubär mit dem Pharao tanzt und der Vampir mit der Qualle eine Polonaise macht, dann kann das nur Karneval sein. Am Samstag hatte der Schützenverein am Nierstenholz eingeladen. Bei Mutter Stuff wurde bis in den Morgen ausgelassen gefeiert.

König Thomas Ogonek und Königin Monika unternahmen mit ihrem Hofstaat eine Reise ins alte Ägypten, andere tauschten den grünen Schützenrock gegen Käpt’n-Blaubär-Kostüme.

Mehr als 200 Gäste wollten sich diese Party nicht entgehen lassen, und so war es im Vereinslokal der Schützen gemütlich voll. Absoluter Kult: Die Show des amtierenden Schützenkönigpaares zu Beginn der Party, die jedes Jahr mit Spannung erwartet wird. Auch König Thomas Ogonek und seine Monika hatten sich etwas einfallen lassen. Mit dem Hofstaat reisten sie ins alte Ägypten. Und kamen mit einem wertvollen Sarkophag zurück. Die Mumie darin war kein anderer als König Thomas höchstpersönlich. Die flotte Partymusik erweckte die morsche Mumie wieder zum Leben und so rockte der Schützenkönig als Pharao die Tanzfläche.

„Die Resonanz wird von Jahr zu Jahr besser. Schon toll, vor allem wenn man bedenkt, dass die Bauernschaft Nierstenholz nur aus etwa 35 Häusern besteht“, sagte der zweite Vorsitzende des Schützenvereins Nierstenholz, Stephan Laarmann-Quante. Kein Wunder: Denn das fröhliche Fest hat am Nierstenholz eine lange Tradition. Seit Ende des Zweiten Weltkriegs feiern die Nierstenholzer Karneval. Auch das Werner Stadtprinzenpaar, Prinz Hans-Otto I. und Prinzessin Silke II., schaute zu späterer Stunde samt Gefolge vorbei. Die Tollitäten sind in diesen Tagen schwer im Stress, ein Termin jagt den nächsten. Und so war es kein Wunder, dass sich plötzlich ein kleiner Versprecher einschlich: Rumskedi? Was ist das denn? Die Werner lachten. Denn so grüßen nur die Narren in Beckum.

Magalski (mag) - Westfälischer Anzeiger 28.02.2011

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