Schützenfest 2004
Vorübung am 10.07.2004
Die Vorübung war eine schöne Veranstaltung, auf der die etwa 70 Anwesenden Schützenschwestern und -brüder einen Vorgeschmack auf das Schützenfest erhielten. Nach dem Antreten um 17:00 Uhr wurde vom Stabsarzt Norbert Krusel der Gesundheitszustand der Truppe als bedenklich eingestuft; nach der Ausgabe einer „Medizin“ war das Befinden schon etwas besser. Nach einem kurzen Testmarsch zu Niegeländers und zurück wurde der Ablauf von Parade und Zapfenstreich geübt. Im Verlaufe des Abends gab es vom Vorsitzenden Günter Laarmann-Quante und vom König Stephan Laarmann-Quante Jubilars-Orden für Hubert Breer (40 Jahre), Norbert Krusel, Dieter Linnemann, Winfried Vorbeck (jeweils 25 Jahre) sowie Dr. Klaus von Doornick, Thomas Ogonek, Thomas Holtmann undRalf Lünebrink (je 10 Jahre Mitglied). Einen Orden für besondere Verdienste erhielten Bernhard Kemper für seine jahrelange Arbeit für das vereinsinterne Zelt sowie Ralf Thöne als Organisator beim Aufbauen des Gildezeltes vom Oberst Josef Thöne. Die Schießauszeichnungen 2004 wurden von den Schießwarten ausgegeben. Im weiteren Verlauf des Abends wurde noch ordentlich gefeiert, wobei insbesondere festgestellt wurde, dass der „Holzmichel“ noch lebt. Wer es noch nicht weiß: „Holzmichel“ ist der Name des Vogels, der Sonntags drauf vermutlich nicht mehr leben wird.
Mittwochs banden die Frauen bei Königin Tanja Verfürth (bei Hesener/Büscher) Rosen, während die Männer Tannengrün holten. Anschließend wurden die Kränze gebunden und die Krone geschmückt, die während der Feier das Zelt schmückte. Freitags wurde nach einem gemeinsamen Frühstück zunächst die Schützenwiese hergerichtet, nachmittags Birken geholt und die Bauerschaft festlich geschmückt. Der Abschluss fand beim Schützenkönig Stephan Laarmann-Quante statt, wo noch ordentlich gefeiert wurde.
Erster Schützenfesttag am 17.07.2004
Bei strahlendem Sonnenschein traten etwa 70 Schützenschwestern und -brüder an. Nach der Flaggenhissung startete der Marsch zur Vereinsgaststätte „Mutter Stuff“, wo das noch amtierende Königspaar Stephan Laarmann-Quante und Tanja Verfürth mit ihrem Hofstaat und auch das Kinderkönigspaar Tobias Lünebrink und Michèle Bruland warteten. Unter den Bäumen des Restaurationsgartens gingen mit der Zeit immer bangere Blicke zum Himmel, der innerhalb weniger Minuten von strahlend blau in ein dunkles Grau überging und schließlich kurz vor dem Antreten mit einem halbstündigen Platzregen sein „Bestes“ gab. Zum Glück noch rechtzeitig, so dass die Schützen in den Saal flüchten konnten. Mit einer halbstündigen Verspätung startete dann aber der Festumzug. Obwohl mittlerweile wieder strahlender Sonnenschein herrschte, wurde dieser trotzdem abgekürzt; die „große Runde“ durch die Funnenstraße wurde ausgelassen. Parade und Zapfenstreich, gespielt vom Spielmannszug St. Hubertus Horst/Wessel unter der Leitung von Georg Reckers und dem Selmer Blasorchester unter der Leitung von Wolfgang Groß klappten tadellos und wurden mit tosendem Beifall belohnt. Anschließend fand das traditionelle Kaffeetrinken statt. Abends wurden wir von sieben Gastvereinen besucht. Als der letzte Verein im Zelt war, schlug das Wetter ein zweites Mal zu, dieses Mal noch heftiger. Kommentar des Imbisswagen-Betreibers: „Hier geht gerade die Welt unter“. Die Wiese stand unter Wasser, zahlreiche Autos mussten im Laufe des Abends mit Treckern zur Straße gezogen werden. Bei Schützenbruder Michael Kemper schlug der Blitz ein; als noch Gerüchte über seine Obdachlosigkeit kreisten, stand er aber bereits wieder an der Theke. Für die Frauen in guten Kleidern und Schuhen war der Weg zu den Toiletten schwierig. So manche Frau wurde zum Toilettenwagen getragen...
Die Stimmung war trotzdem super. „Top Five“ sorgten für Tanzmusik. Schützenbruder Wohnrade aus Cappenberg zeigte einen begeisternden Fahnenschlag zum Lied „Time to say goodbye“. Dies beherzigten Stephan und Tanja gegen 1:00 Uhr, als sie feierlich das Zelt verließen. Gefeiert wurde natürlich noch erheblich länger.
Bilder: Erster Schützenfest-Tag
Zweiter Schützenfesttag am 18.07.2004
Der zweite Tag begann nach dem Wecken durch den Spielmannszug um 9:45 Uhr mit einem Feldgottesdienst im Schützenzelt. Pfarrer Michael Berning traf den richtigen Ton, als er in der Predigt berichtete, er habe in der Bibel weder etwas über Schützenfest noch über Nierstenholz gefunden. Statt dem Schlussgruß „Gehet hin in Frieden“ stimmte er ein Horrido an. Nachdem die Schützenwiese notdürftig mit Stroh ausgelegt wurde, weil die Spuren des Vorabends ziemlich heftig waren, begann gegen 11:30 Uhr das Vogelschießen. Die ersten Schüsse wurden vom scheidenden Königspaar, dem Oberst sowie dem geschäftsführenden Vorstand abgefeuert. Anschließend begann ein munteres Vogelschießen. Die Insignien holten sich Günter Laarmann-Quante (Zepter), Klaus Bierfreund (Apfel), Andreas Bruland (Krone), Marina Klein (linker Flügel) und Marco Dellwig (rechter Flügel). Besonders Marina Klein freute sich über ihren „Coup“ wie eine Schneekönigin. Nach einer kurzen Feuerpause wurde es dann ernst. Kandidaten für den Königsschuss waren Detlef „Dole“ Bruland, Roland Schulz, Josef Thöne und Ralf Thöne. Mit dem 310. Schuss war es um 14:08 Uhr Detlef Bruland, der den letzten Rest von der Stange holte. Ralf Thöne blieb der Trost des „Schwanzordens“ für den vorletzten Schuss. Unter lautem Jubel erkor „Dole“ sich seine Schwägerin Monika Schulz zur Königin. Der Hofstaat besteht aus Veronika Bruland und Roland Schulz, Monika und Thomas Ogonek, Birgit und Theo Klaes, Heidi Wette-Seroka und Detlef Seroka sowie Sabine und Ralf Thöne. Dies ist im Wesentlichen die „Crew“, die von 2000 bis 2002 am Königstisch saß, als Theo Klaes mit seiner Birgit das Königspaar bildeten. Sehr gelobt wurde der Vogel „Holzmichel“, der von Gottfried Neuhaus und André Knarse aus Weiden- und Pappelholz gebaut wurde und für eine exakte Einhaltung des Zeitplans sorgte. Samstags sagte mir ein Horster Spielmann: „Auf den Vogel wollt ihr schießen? Der ist doch viel zu schade“. Nach der Proklamation durch den ersten Vorsitzenden des Vereins, Günter Laarmann-Quante gab es eine kurze Pause. Nachmittags wurde das neue Königspaar vom Haus Klaes abgeholt. Abends wurde mit drei weiteren Gastvereinen noch ordentlich und ausgiebig gefeiert.
Nachfeier
Mittlerweile ist es zur Tradition geworden, dass montags so etwas wie eine „Nachfeier“ stattfindet. Diese war gut besucht. Die Chefin der „5. Kompanie“ hatte ein Programm auf die Beine gestellt, das nach einer wie üblich launigen „Laudatio“ von ihr aufgeführt wurde.
Leider keine Bilder
