Schützenfest

Mit dem Jahr 1952 setzte die Tradition alle zwei Jahre ein Schützenfest zu feiern an.

Schützenfest 2016

Nur in den Jahren 1971 und 2000 haben wir wegen der Jubiläumsfeste erst nach drei Jahren gefeiert. Bis 1983 fanden die Feste in den Anlagen unseres Vereinslokals, der Gaststätte „Mutter Stuff“ statt, ab 1985 dann auf unserer Schützenwiese. Seit 1958, dem Schützenfest anlässlich des 10-jährigen Bestehens wird das Fest öffentlich gefeiert.

1962 wurde von der damaligen Tradition, sonntags und montags zu feiern, abgewichen. Das Schützenfest wurde um einen Tag vorgezogen auf Samstag und Sonntag. Auch der Oberst und seine Adjutat mussten eine Änderung über sich ergehen lassen. Waren sie bei den vorigen Schützenfesten hoch zu Pferde, mussten sie jetzt zu Fuß marschieren. Es wurden auch keine Pferdekutschen mehr für das Königspaar und seinen Hofstaat eingesetzt. Für damalige Verhältnisse war es schon ein einschneidendes Jahr.

Bis 1966 feierte man im Sonntagsanzug und trug eine weiße Kappe. Ab 1968 war weiterhin der Sonntagsanzug Pflicht, aber man trug hierzu einen grünen Hut und eine grüne Krawatte.

Anlässlich des 25-jährigen Bestehens wurde ab 1973 der Sonntagsanzug ersetzt durch eine grüne Uniformjacke mit weißem Hemd und schwarzer Hose. Die Uniformjacken waren durch Gefangene im Zuchthaus Werl umgearbeitete, ausgediente Polizeijacke, die für billiges Geld zu erwerben waren. So mancher Schützenbruder hat diese Jacken bis in die 1990-er Jahre getragen.

Vor 1979 traten die Schützen auf dem Schulhof der ehemaligen Landschule „Am Nierstenholz“ an und marschierten dann in Richtung Werne bis zu dem an der Grenze des Vereinsbezirks gelegenen Anwesens Ewringmann. Dort gab es ob des langen Weges eine Marschverpflegung. In einem Gewaltmarsch ging es dann stadtauswärts bis zum - am anderen Ende des Vereinsbezirks gelegenen – Vereinslokals Mutter Stuff. Dort fand die Parade mitten auf der Straße statt.

Nachdem die Selmer Landstraße in ihrem Verlauf ausgebaut wurde, gab es für diese Straße keine Umzugsgenehmigungen mehr, so dass man 1979 beschloss, auf dem Parkplatz vor der heutigen Schützenwiese anzutreten, durch die Funnenstraße zu marschieren um dann mit einem Bus zur Vereinsgaststätte zu fahren, wo die Parade auf dem Parkplatz abgehalten wurde. Inzwischen gibt es wieder Umzugsgenehmigungen, so dass unter Einbeziehung der Selmer Landstraße ein großer Umzug, beginnend mit dem Antreten vor der Schützenwiese und anschließender Parade auf dem besagten Parkplatz stattfinden kann.

Die „Schützenfestwoche“ beginnt mit der vorher stattfindenden Vorübung, bei der wegen der Hartnäckigkeit unseres Oberst Parade und Zapfenstreich so lange wiederholt werden, bis ihm der Ablauf gefällt. Nach der anschließenden Ordensverleihung geht es zum gemütlichen Teil über, der von dem Offizierschor spendiert wird. In der Woche bis zum Schützenfest herrscht ein voller Terminkalender: Der Arbeitsmarathon beginnt bei der Herrichtung der Festwiese, dem Kranzbinden und Rosendrehen, geht über das Aufstellen der Fahnenstangen bis hin zur Verteilung des Birkengrüns. Samstag und Sonntag stehen dann ganz im Zeichen des Schützenfestes. Mit dem Montag klingt die Festwoche im eigens hierfür aufgestellten Zelt der Schützengilde Werne, das am Sonntag zuvor schon für den Feldgottesdienst genutzt wird, aus.